Das Schwarzhäupterhaus

Während der durch den Hitler-Stalin-Pakt erzwungenen Umsiedlung der Deutsch-Balten 1939/1940 weigerte sich die Bruderschaft, ihr Haus zu verkaufen. Nach dem gewaltsamen Ende der Republik Estland durch den Einmarsch der Roten Armee 1940 wurde das Schwarzenhäupterhaus von den Sowjets zwangsenteignet. Da sich die Bruderschaft nach der Umsiedlung nach deutschem Vereinsrecht in Hamburg neu gründete, konnte sie  von der 2. estnischen Republik nach dem Gesetz der Eigentumsreform ihr nachweislich 1531 erworbenes Haus zurückfordern. Die Bruderschaft wurde 1999 nach einem Urteil des Stadtgerichts als berechtigtes Subjekt der Eigentumsreform anerkannt. Über die endgültige Rückgabe des Hauses wurde noch nicht entschieden.